Was ist Krebs?

Was ist ein Tumor?

Da Krebs eine besondere Art von Tumor ist, werde ich zunächst erklären, was ein Tumor ist.
Ein Tumor ist ein unspezifischer (nicht genau festgelegter) Begriff für jede Art von Geschwulst oder Schwellung, wird im Normallfall jedoch als Bezeichnung für Gewebeneubildung verwendet. Als Tumor bezeichnet man somit Geschwulste, die dadurch entstehen, dass neues Gewebe dort wächst, wo es nicht wachsen sollte.[1]

Ein Tumor kann entweder gutartig oder bösartig zu sein. Wie diese Namen vermuten lassen, ist ein gutartiger Tumor normalerweise weniger gefährlich als ein bösartiger.

Ausbreitung eines gutartigen Tumors: Gekapselt Ein gutartiger Tumor wächst relativ langsam. Er verdrängt umliegendes Gewebe, weil er durch sein Wachstum immer mehr Platz in Anspruch nimmt; er dringt jedoch nicht in das gesunde Gewebe ein, sondern bleibt eindeutig von diesem getrennt. Gutartige Tumore sind also "gekapselt".
Ausbreitung eines boesartigen Tumors: ueber Gewebsgrenzen hinweg Ein bösartiger Tumor hingegen wächst in der Regel sehr schnell und durchwächst gesundes Gewebe. Dabei zerstört er es und breitet sich auch in benachbarte Gewebe aus (zum Beispiel von einem Muskel in den Knochen). Außerdem haben bösartige Tumore die Fähigkeit, Tochtergeschwulste (sogenannte Metastasen) zu bilden. Diese entstehen, weil bösartige Tumorzellen durch das Blut oder die Lymphflüssigkeit durch den ganzen Körper transportiert werden, und können deswegen an ganz anderen Orten auftreten als der erste Tumor.[1]

Als Krebs bezeichnet man jegliche Art von bösartigem Tumor. Einen "gutartigen Krebs" gibt es aufgrund dieser Definition nicht.
Ein Karzinom ist ein bösartiger Tumor, der aus Epithel entsteht. Epithel ist schleimproduzierendes Gewebe, wie es beispielsweise in der Lunge vorkommt. Ein Krebs in der Lunge ist daher ein Karzinom.[1]

Informationen über Krebs

Wie schon beschrieben, handelt es sich bei Krebs um eine bösartige Gewebeneubildung, welche die Fähigkeit hat, Metastasen zu bilden. Das bedeutet, dass er folgende Eigenschaften hat:

  • Infiltrierend: Er überschreitet Gewebsgrenzen, wächst also in benachbartes Gewebe ein.
  • Destruierend: Krebs zerstört das Gewebe, in dem er sich ansiedelt.
  • Metastasierend: Krebs bildet Tochtergeschwüre, die sich über das Blut oder die Lymphflüssigkeit ausbreiten können. Dadurch werden auch lebenswichtige Organe wie Herz, Leber, Nieren usw. befallen und durch den Krebs geschädigt, was in den meisten Fällen letztlich die Todesursache durch Krebs ist.[2]

In Deutschland ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Die häufigste sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Auch Krebs, der 5 Jahre nach der Therapie als "geheilt" gilt, kann nach längerer Zeit wieder auftreten, d.h. ein Rückfall findet statt. Außerdem führt Krebs bzw. die Metastasen oft zu Gefäßverschlüssen, wodurch Körperteile oder Organe nicht mehr durchblutet werden können, und zu Infektionen, die nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden können, wie beispielsweise einer Sepsis.[2]

Krebs entsteht bei fehlerhafter Zellteilung (siehe: Entstehung), wenn versehentlich eine vermehrungsfähige mutierte Zellte entsteht, die weder vom Immunsystem erkannt wird noch sich selbst zerstört.
Rauchen, andere Feinstäube und Strahlung (UV, Röntgen usw.) sind die bedeutendsten krebsfördernden Faktoren.[2]


Quellen:
[1] Wikipedia-Artikel über Tumor, gesehen am 10.09.2008
[2] Wikipedia-Artikel über Krebs, gesehen am 10.09.2008